Riederalp

Alpmuseum Nagelsbalmen

Das Alpjahr

Das Alpmuseum findet sich in der Alphütte "Nagelschbalmu" und wird seit 1985 vom Verein 1606 getragen. Der Name der Trägerorganisation bezieht sich auf das Baujahr des Gebäudes, das zuerst der privaten Alpbewirtschaftung diente. Später wurde es Bestandteil der Burgeralp von Ried-Mörel, bis schliesslich im Jahre 1882 aus der Riederalp eine Güteralp wurde; das heisst, Genossenschafter und damit Nutzniesser der Alp und ihrer Einrichtungen konnte nur werden, wer auf dem Gebiet der Gemeinde Güter besass.

Innerhalb der jahreszeitlichen Wanderung von Mensch und Vieh stellt die Alpweide die höchste Stufe dar. Die Wanderung beginnt bei den Heimgütern im Dorf und steigt in Übereinstimmung mit dem Vegetationsprozess über die Voralpen allmählich zu den Alpweiden empor. Im Winter fand zudem früher ein Wandern von Stall zu Stall statt, um das im Sommer eingebrachte Heu aufzufüttern. Man ging also mit dem Vieh zum Heu statt - wie heutzutage - mit dem Heu zum Vieh.

Das Alpmuseum

Die Alphütte Nagelsbalmen vereint alle wesentlichen baulichen Elemente einer Alpsiedlung unter einem Dach: Das einraumbreite Vorderhaus in Blockbau enthält im Obergeschoss den Wohn-, Schlafraum, im Untergeschoss den Stall. Das in Stein gehaltenes Hinterhaus birgt die Küche, Käserei und auch der an den kühlenden Fels gebaute Käsekeller fehlt nicht. Das Gebäude dokumentiert somit in anschaulicher Art und Weise die frühere mehrstafelige Alpwirtschaft im Wallis.

Die Alphütte wurde soweit möglich im hergebrachten Stil eingerichtet, wobei im wesentlichen der Zustand der letzten Nutzung berücksichtigt wurde. Besondere Beachtung verdient die Einrichtung in der Küche mit den drei Kochstellen für die Käseproduktion. In der Stube schliefen früher bis zu acht Personen. Der Anbau auf der rechten Seite wurde bei der Restaurierung des Gebäudes neu aufgebaut und dient heute als Ausstellungsraum. Das Museum weist zum Teil ausserordentliche Objekte auf; so etwa ein Käsebrett aus Stein oder einen Stubenofen, der nicht aus dem sonst üblichen Speckstein hergestellt wurde.

Praktische Informationen

Alpmuseum Nagelsbalmen
3987 Riederalp

www.alpmuseum.ch

Kontakt
Riederalp Tourismus
3987 Riederalp
027 928 60 50
info@alpmueum.ch

Lage
Ab der Seilbahnstation ca. 5-10 Minuten bergwärts.

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